Gottscheer Geschichte - John Tschinkel

Gottscheer Geschichte - John Tschinkel

Beitragvon Forum 2002 - 2013 » So 27. Apr 2014, 11:43

Abgeschickt von John Tschinkel am 15 Maerz, 2011 um 18:10:39:

Gottscheer Geschichte – Verfälscht, Verheimlicht, Verzerrt.
John Tschinkel

Wiederum mahnt die Gottscheer Zeitung „darauf zu achten daß unsere Geschichte nicht falsch wiedergegeben wird“.

Diese „Aufgabe“ kommt vom „Redaktionsausschuss“ in der Januar 2011 Ausgabe unter „Unsere Meinung“. Vorsitzender des Ausschusses ist Dr. Viktor Michitsch, auch Haupt der Arbeitsgemeinschaft Gottscheer Landsmannschaften in Klagenfurt.

Diese „Meinung“ berichtet an Einzelheiten der Gottscheer Geschichte. Leider überblicken diese Berichte die angeordnete „Mahnung“ und beschreiben unsere Geschichte mit nicht tatsächlichen Behauptungen. Es ist daher angebracht diese richtigzustellen.

1. Es ist behauptet: „Die Umsiedlung war, bildlich gesprochen, eine Grube in die sie hineinspringen mußten“.

Das ist verfälschte Rückschau und widerspricht der späteren Behauptung: „Es hieß Heim ins Reich“. Von einer „Grube“ (also ein Teil des besetzten Sloweniens) wußte damals nur die Gottscheer Leitung unter Wilhelm Lampeter.

2. Es ist behauptet: „Unsere Landsleute wurden durch die damaligen Regierungen auch im wahrsten Sinne des Wortes belogen. Keiner kannte die Wahrheit“.

Auch diese Behauptung ist falsch. Am 26. April 1941, Hitler gab, persönlich, der damaligen Gottscheer Leitung (Lampeter, Schober, Sturm), den Ansiedlungsort bekannt. Die Lügen an die Landsleute kamen daher von der Leitung der Gottscheer und nicht von den: „ damaligen Regierungen“.

Vor 22 Jahren, im Vortrag “Der Heimat dienen”, Dr. Michitsch, erklärte es richtiger:

“Die Art und Weise, wie man die Umsiedlung dem Gottscheer beigebracht hat, war falsch.

„Man hat zunächst den Ansiedlungsort bis zuletzt geheimgehalten.
„Man hat das Gebiet als eine Gegend dargestellt in welcher Milch und Honig fließen.
“Man hat aber auch in der eigenen Volksgruppe eine Art Ausleseverfahren eingeleitet.
„Und dies kam von der eigenen Volksgruppe! Wenn man das heute liest läuft es einem noch kalt über den Rücken…. [GZ, 11/89]

Die Bestätigung kommt von Dr. HH. Frensing in seinem Buch „Die Umsiedlung der Gottscheer Deutschen“:

“Am 14. Mai 1941 trafen drei Angehörige der Gottscheer Volksgruppenführung (VGF) in Berlin ein. Mit dem zuständigen Referenten, SS-Obersturmbannführer Dr. Stier, besprachen sie die Modalitäten der Umsiedlung, vor allen die Vorarbeiten, die von der Volksgruppenführung ausgeführt werden sollten.” [Frensing, Seite 35,36].

An dem zitiert Frensing Dr. Stier:

“Belastend wirkte insbesondere, daß von der Volksgrupenführung auf Bestreben des Mannschaftsführers Lampeter das neue Siedlungsgebiet geheimgehalten wurde. Der Mannschaftsführer erklärte mir, er könne das neue Siedlungsgebiet nicht bekanntgeben, denn ein großer Teil der Gottscheer kenne dieses Gebiet und wisse, daß die Höfe und Häuser dort in einem sehr schlechten Zustande waren. Auf mein Verhalten daß Enttäuschung schlimmer wäre als aufrichtige Erklärung der Zustände, meinte er [Lampeter], daß es zur Aufklärung noch immer Zeit sei nachdem die Option abgeschlossen ist“. [Frensing, Seite 94]

Frensing folgt mit der Eigenbemerkung:

„Zunächst einmal soll die Bevölkerung optieren, erst dann - wenn es kein Zurück mehr gibt - will man den Bauern das Ansiedlungsgebiet bekanntgeben”. “Außerdem suchte die VGF die Gottscheer Bevölkerung … durch eine schnelle Umsiedlung zu überrumpeln.”


3. Falsch auch ist die Behauptung: „Von den Besatzungstruppen Italiens wurde angedroht, die Nichtumsiedler nach Sizilien oder sogar nach Abessinien (Äthiopien) zu verbringen“.

Tatsache ist: Die Drohungen kamen nicht: „Von den Besatzungstruppen Italiens“ wie die „Meinung“ behauptet. Diese sprachen doch kein Gottscheerisch und nur wenige sprachen Deutsch. Die Drohungen kamen von Lampeter, seiner VGL [Lampeter, Lackner, Schober, Sturm, Erker, u.s.w.] und durch die Gottscheer Zeitung.

An dem Berichtete einst auch der Vorsitzende in seinen Brief (15/7/1965) an Dr. Frensing:

“Mein Vater, Georg Michitsch, Göttenitz, hatte Ende September/Anfang Oktober 1941 eine Gegencampagne gestartet. … Dabei wurde hingewiesen daß die Umsiedlung während des Krieges unterbleiben soll. Dies habe dann eine mächtige Hetze gegen die Männer der Gegenströmung ausgelöst. Tatsächlich wurden die Leute so eingeschüchtert daß die Aktion keinen Erfolg hatte…. Den Leuten wurde gedroht, man würde sie nach Süditalien oder gar Abessinien verbringen wenn sie der Umsiedlung nicht Folge leisten…” [Frensing, Seite 84]

Beispiele von der Hetze und Einschüchterung sind:

Die 1. Mai, 941 Gottscheer Zeitung droht: „Mögen sich doch diese Miesmacher gesagt haben lassen: Die Zukunft wird in kürzester Zeit belehren daß sie Volksschädlinge sind und das diese Zukunft keinen Platz für solche Volksschädlinge kennt als das Konzentrationslager.”

Den Geistlichen drohte Lampeter persönlich: „Der Katholizismus wird im inneren Führungskreis als universalistische Weltanschauung behandelt die ausgerottet werden muß.“ (Frensing, Seite 86)
Andere Beispiele von Drohungen sind in Ausgaben der 1941 GZ zu finden.

An den Drohungen berichtet auch K.R., ein Gottscheer Bauer aus Windisch Dorf, in seinem Memoire vom 6. März, 1958, veröffentlicht in “Dokumentation der Vertreibung”, Band 5. Auszüge sind:

„Es setzte ein großangelegter Propagandafeldzug für die Umsiedlung ein, mit dem Ruf: Heim ins Reich“.

„Diese Propaganda unterstützten einige unserer Landsleute, welche als sogenannte Führer der Gottscheer fungierten. Diese Führer veranstalteten Zusammenkünfte in allen Teilen des Kreises Gottschee und machten der Masse die Umsiedlung schmackhaft. An einer solchen Versammlung wurde von unseren Führern versprochen, daß wir in der neuen Heimat im Deutschen Reich schöne und modern eingerichtete Bauernhöfe erhalten werden“.

Also nicht eine „Grube“ wie die „Meinung“ behauptet.

„Es wurde uns aber verschwiegen, wo unsere neue Heimat im Deutschen Reiche sein wird. Durch das rosige Versprechen unserer Führer wurde der größte Teil der Bevölkerung für die Umsiedlung begeistert. Diese Begeisterung sank jedoch in kurzer Zeit wieder, so daß ein großer Teil der Bevölkerung dagegen war. In einer anliegenden Ortschaft waren alle Bewohner gegen die Umsiedlung, ebenso auch ich. Wir alle waren der Meinung, es wäre besser die Umsiedlung bis zur Beendigung des Krieges hinauszuschieben“.

„Eines Tages kam dann ein Bericht, der die Gegner der Umsiedlung zur Niederlage brachte. Diese Bekanntmachung lautete: Wer nicht nach Deutschland umsiedeln will, hat zu erwarten, daß er von der italienischen Regierung nach Sizilien (Italien) umgesiedelt wird. Die meisten glaubten es“.

„Somit haben sich dann auch die Gegner für die Umsiedlung entschlossen, in der Meinung, es wäre doch besser in Deutschland zu leben als in Italien. Auch ich habe mich dann angeschlossen, aber es blieb mir auch für weiterhin eine bedenkliche und riskante Angelegenheit. Ich, sowie die anderen Umsiedler, wußten noch immer nicht wo unsere neue Heimat sein wird“.

„Als die Führung sicher war, daß die Propaganda ihre Wirkung getan hat, begann man mit der Erfassung der Umsiedlungswilligen. Dem Versprechen unserer Führer, mit deren Ruf: Heim ins Reich, vertrauten wir und glaubten, daß unsere neue Heimat im Deutschen Reich sein wird“.

Tatsache ist: Die „Abessinien“ Drohung war eine Erfindung von Berlin. Diese wurde in Gottschee wie auch in Südtirol angewandt. Rolf Steininger berichtet an dem in seinem Buch: “Südtirol im 20. Jahrhundert. Vom Leben und Überleben einer Minderheit”.

Er schreibt: „Diese Legende war ein Meisterstück von Berlin. Der Deutsche Konsul [in Bolzano] Otto Bene war der Erste welcher sprach von einer Deportation in den Süden aller Südtiroler welche die Option [nach Deutschland umzusiedeln] ablehnten. Uns ist bekannt, dieses Gerücht beeinflußte fast alle die Option anzunehmen. Die Drohung mit einer Zwangsumsiedlung in den Süden brachte mehr Erfolg als die Nazi Propaganda“.

Und über die Italiener: „Am 21. März, 1940, Mussolini, persönlich, empfang eine Delegation von ‚Bleibern’. Dieser versicherte den Südtirolern, niemand hatte je eine Absicht sie in ein anderes Teil seines Reiches umzupflanzen“.

Also die „Abessinien Drohung“, erfunden in Berlin und angebracht von der Gottscheer Leitung, überzeugte auch deren Landsleute umzusiedeln. In Gottschee, die Italiener waren sogar gegen die Aussiedlung. Das sieht man aus dem Bericht von Dr. Heinrich Wollert, damals Deutscher Umsiedlungsbevollmächtigter für die Provinz Laibach: (Der Original Bericht vom 27. März 1958 ist in “Dokumentation der Vertreibung”, Band 5, veröffentlicht.)

„Die italienische Seite ging nach meiner Erinnerung zunähst sehr zögernd auf die Umsiedlungsabsichten ein. Offenbar, weil sie erkannt hatte, daß dieses Gebiet stark von Volksdeutschen besiedelt war, und die italienische Seite fürchten mußte daß durch die Umsiedlung ein Vakuum entstehen könnte“.

Darüber berichtet auch Frensing an Seite 43.

„Offensichtlich bemühten sich italienische Stellen im Frühsommer 1941, die Gottscheer von der Umsiedlung abzuhalten. Zur Beeinflussung der Volksdeutschen sollte sogar eine deutsch-italienische Zeitung gegründet werden“.

[SS-Obersturmbannführer] Dr. Stier wies sein Auswärtiges Amt darauf hin, daß diese Haltung der Italiener durchaus als "unfreundlicher Akt" zu betrachten und als solcher der italienischen Regierung darzulegen sei. In der Folgezeit hörten dann doch die Einmischungen der Italiener in die Vorbereitungsarbeiten der Volksgruppenführung auf.“

“Die Spannungen zwischen den Italienern und dem Auswärtigen Amt in den Vorbereitungen zur Gottscheer Umsiedlung in Rom dauerten bis zur Unterzeichnung des Umsiedlungsvertrags in August 1941."

„Ursprünglich war geplant, einen Bevölkerungsaustausch zwischen Gottscheern und Slowenen vorzunehmen. Erst am 18. Juni 41 gab das Stabshauptamt dem Auswärtigen Amt die Direktive, den Entwurf im Sinne einer einseitigen Umsiedlung der Gottscheer auszuarbeiten.“

Hitler hatte nie einen Bevölkerungsaustausch im Sinn. Er machte seine Absicht schon in 1940 bekannt. An dem schreibt Frensing an Seite 28:

“Aus den an das Reich angeschlossenen Gebieten war die als nicht deutsch eingestufte Bevölkerung auszusiedeln und als "fremdvölkisch" entweder zur Arbeit ins "Altreich" zu verbringen oder ins "Generalgouvernement" abzuschieben. Volksdeutsche, deren kulturelle Autonomie nicht gesichert werden konnte, waren aus ihrer Heimat in die eingegliederten Ostgaue umzusiedeln”.

Zur Umsiedlung der Gottscheer wurde die Gottscheer Leitung beauftragt. In deren Überzeugung der Landsleute benutzte diese Leitung: Betrug, Lügen, Verheimlichung und Zwangsgewalt.

Und heute verheimlicht der Vorsitzende diesen den Betrug der Gottscheer Bevölkerung. Ist die Behauptung: „Keiner kannte die Wahrheit“ und „Kein einziger Gottscheer hat sich während der ganzen schrecklichen Jahre irgendeines Vergehens schuldig gemacht“, nicht wieder Betrug ?? Erstaunend ist, dieser kommt als Verfälschung, Verheimlichung und Verzerrung in „Unsere Meinung“ unter der Leitung eines Rechtsanwalts dem bekannt sein muß, bestätigte Tataschen kann man nicht mit verfälschten Behauptungen überwinden.

Die Ursache an dem ist nicht schwer zu finden. Die meisten dieser unreuigen Fanatiker (Lampeter, Lackner, Erker, Kren, usw.) wurden längs schon als “Ehrenmitglieder” und „Kulturreferenten“ in die Gottscheer Arbeitsgemeinschaft unter dem Vorsitzenden, eingereiht. Deren Betrug muß daher Verheimlicht bleiben.

Obwohl dieser schon längst allgemein als Tatsache bekannt ist !!

John Tschinkel, März, 2011
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Re: Gottscheer Geschichte - Ivan Jurkovič

Beitragvon Forum 2002 - 2013 » So 27. Apr 2014, 11:43

Abgeschickt von Ivan Jurkoviè am 25 April, 2011 um 17:34:14

Antwort auf: Gottscheer Geschichte - Verfälscht, Verheimlicht, Verzerrt. von John Tschinkel am 15 Maerz, 2011 um 18:10:39:

: Gottscheer Geschichte – Verfälscht, Verheimlicht, Verzerrt.
: John Tschinkel

: Wiederum mahnt die Gottscheer Zeitung „darauf zu achten daß unsere Geschichte nicht falsch wiedergegeben wird“.

: Diese „Aufgabe“ kommt vom „Redaktionsausschuss“ in der Januar 2011 Ausgabe unter „Unsere Meinung“. Vorsitzender des Ausschusses ist Dr. Viktor Michitsch, auch Haupt der Arbeitsgemeinschaft Gottscheer Landsmannschaften in Klagenfurt.

: Diese „Meinung“ berichtet an Einzelheiten der Gottscheer Geschichte. Leider überblicken diese Berichte die angeordnete „Mahnung“ und beschreiben unsere Geschichte mit nicht tatsächlichen Behauptungen. Es ist daher angebracht diese richtigzustellen.

: 1. Es ist behauptet: „Die Umsiedlung war, bildlich gesprochen, eine Grube in die sie hineinspringen mußten“.

: Das ist verfälschte Rückschau und widerspricht der späteren Behauptung: „Es hieß Heim ins Reich“. Von einer „Grube“ (also ein Teil des besetzten Sloweniens) wußte damals nur die Gottscheer Leitung unter Wilhelm Lampeter.
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: 2. Es ist behauptet: „Unsere Landsleute wurden durch die damaligen Regierungen auch im wahrsten Sinne des Wortes belogen. Keiner kannte die Wahrheit“.

: Auch diese Behauptung ist falsch. Am 26. April 1941, Hitler gab, persönlich, der damaligen Gottscheer Leitung (Lampeter, Schober, Sturm), den Ansiedlungsort bekannt. Die Lügen an die Landsleute kamen daher von der Leitung der Gottscheer und nicht von den: „ damaligen Regierungen“.
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: Vor 22 Jahren, im Vortrag “Der Heimat dienen”, Dr. Michitsch, erklärte es richtiger:

: “Die Art und Weise, wie man die Umsiedlung dem Gottscheer beigebracht hat, war falsch.

: „Man hat zunächst den Ansiedlungsort bis zuletzt geheimgehalten.
: „Man hat das Gebiet als eine Gegend dargestellt in welcher Milch und Honig fließen.
: “Man hat aber auch in der eigenen Volksgruppe eine Art Ausleseverfahren eingeleitet.
: „Und dies kam von der eigenen Volksgruppe! Wenn man das heute liest läuft es einem noch kalt über den Rücken…. [GZ, 11/89]

: Die Bestätigung kommt von Dr. HH. Frensing in seinem Buch „Die Umsiedlung der Gottscheer Deutschen“:
:
: “Am 14. Mai 1941 trafen drei Angehörige der Gottscheer Volksgruppenführung (VGF) in Berlin ein. Mit dem zuständigen Referenten, SS-Obersturmbannführer Dr. Stier, besprachen sie die Modalitäten der Umsiedlung, vor allen die Vorarbeiten, die von der Volksgruppenführung ausgeführt werden sollten.” [Frensing, Seite 35,36].

: An dem zitiert Frensing Dr. Stier:

: “Belastend wirkte insbesondere, daß von der Volksgrupenführung auf Bestreben des Mannschaftsführers Lampeter das neue Siedlungsgebiet geheimgehalten wurde. Der Mannschaftsführer erklärte mir, er könne das neue Siedlungsgebiet nicht bekanntgeben, denn ein großer Teil der Gottscheer kenne dieses Gebiet und wisse, daß die Höfe und Häuser dort in einem sehr schlechten Zustande waren. Auf mein Verhalten daß Enttäuschung schlimmer wäre als aufrichtige Erklärung der Zustände, meinte er [Lampeter], daß es zur Aufklärung noch immer Zeit sei nachdem die Option abgeschlossen ist“. [Frensing, Seite 94]

: Frensing folgt mit der Eigenbemerkung:

: „Zunächst einmal soll die Bevölkerung optieren, erst dann - wenn es kein Zurück mehr gibt - will man den Bauern das Ansiedlungsgebiet bekanntgeben”. “Außerdem suchte die VGF die Gottscheer Bevölkerung … durch eine schnelle Umsiedlung zu überrumpeln.”
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: 3. Falsch auch ist die Behauptung: „Von den Besatzungstruppen Italiens wurde angedroht, die Nichtumsiedler nach Sizilien oder sogar nach Abessinien (Äthiopien) zu verbringen“.

: Tatsache ist: Die Drohungen kamen nicht: „Von den Besatzungstruppen Italiens“ wie die „Meinung“ behauptet. Diese sprachen doch kein Gottscheerisch und nur wenige sprachen Deutsch. Die Drohungen kamen von Lampeter, seiner VGL [Lampeter, Lackner, Schober, Sturm, Erker, u.s.w.] und durch die Gottscheer Zeitung.

: An dem Berichtete einst auch der Vorsitzende in seinen Brief (15/7/1965) an Dr. Frensing:
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: “Mein Vater, Georg Michitsch, Göttenitz, hatte Ende September/Anfang Oktober 1941 eine Gegencampagne gestartet. … Dabei wurde hingewiesen daß die Umsiedlung während des Krieges unterbleiben soll. Dies habe dann eine mächtige Hetze gegen die Männer der Gegenströmung ausgelöst. Tatsächlich wurden die Leute so eingeschüchtert daß die Aktion keinen Erfolg hatte…. Den Leuten wurde gedroht, man würde sie nach Süditalien oder gar Abessinien verbringen wenn sie der Umsiedlung nicht Folge leisten…” [Frensing, Seite 84]
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: Beispiele von der Hetze und Einschüchterung sind:

: Die 1. Mai, 941 Gottscheer Zeitung droht: „Mögen sich doch diese Miesmacher gesagt haben lassen: Die Zukunft wird in kürzester Zeit belehren daß sie Volksschädlinge sind und das diese Zukunft keinen Platz für solche Volksschädlinge kennt als das Konzentrationslager.”

: Den Geistlichen drohte Lampeter persönlich: „Der Katholizismus wird im inneren Führungskreis als universalistische Weltanschauung behandelt die ausgerottet werden muß.“ (Frensing, Seite 86)
: Andere Beispiele von Drohungen sind in Ausgaben der 1941 GZ zu finden.

: An den Drohungen berichtet auch K.R., ein Gottscheer Bauer aus Windisch Dorf, in seinem Memoire vom 6. März, 1958, veröffentlicht in “Dokumentation der Vertreibung”, Band 5. Auszüge sind:

: „Es setzte ein großangelegter Propagandafeldzug für die Umsiedlung ein, mit dem Ruf: Heim ins Reich“.

: „Diese Propaganda unterstützten einige unserer Landsleute, welche als sogenannte Führer der Gottscheer fungierten. Diese Führer veranstalteten Zusammenkünfte in allen Teilen des Kreises Gottschee und machten der Masse die Umsiedlung schmackhaft. An einer solchen Versammlung wurde von unseren Führern versprochen, daß wir in der neuen Heimat im Deutschen Reich schöne und modern eingerichtete Bauernhöfe erhalten werden“.

: Also nicht eine „Grube“ wie die „Meinung“ behauptet.

: „Es wurde uns aber verschwiegen, wo unsere neue Heimat im Deutschen Reiche sein wird. Durch das rosige Versprechen unserer Führer wurde der größte Teil der Bevölkerung für die Umsiedlung begeistert. Diese Begeisterung sank jedoch in kurzer Zeit wieder, so daß ein großer Teil der Bevölkerung dagegen war. In einer anliegenden Ortschaft waren alle Bewohner gegen die Umsiedlung, ebenso auch ich. Wir alle waren der Meinung, es wäre besser die Umsiedlung bis zur Beendigung des Krieges hinauszuschieben“.

: „Eines Tages kam dann ein Bericht, der die Gegner der Umsiedlung zur Niederlage brachte. Diese Bekanntmachung lautete: Wer nicht nach Deutschland umsiedeln will, hat zu erwarten, daß er von der italienischen Regierung nach Sizilien (Italien) umgesiedelt wird. Die meisten glaubten es“.

: „Somit haben sich dann auch die Gegner für die Umsiedlung entschlossen, in der Meinung, es wäre doch besser in Deutschland zu leben als in Italien. Auch ich habe mich dann angeschlossen, aber es blieb mir auch für weiterhin eine bedenkliche und riskante Angelegenheit. Ich, sowie die anderen Umsiedler, wußten noch immer nicht wo unsere neue Heimat sein wird“.

: „Als die Führung sicher war, daß die Propaganda ihre Wirkung getan hat, begann man mit der Erfassung der Umsiedlungswilligen. Dem Versprechen unserer Führer, mit deren Ruf: Heim ins Reich, vertrauten wir und glaubten, daß unsere neue Heimat im Deutschen Reich sein wird“.

: Tatsache ist: Die „Abessinien“ Drohung war eine Erfindung von Berlin. Diese wurde in Gottschee wie auch in Südtirol angewandt. Rolf Steininger berichtet an dem in seinem Buch: “Südtirol im 20. Jahrhundert. Vom Leben und Überleben einer Minderheit”.

: Er schreibt: „Diese Legende war ein Meisterstück von Berlin. Der Deutsche Konsul [in Bolzano] Otto Bene war der Erste welcher sprach von einer Deportation in den Süden aller Südtiroler welche die Option [nach Deutschland umzusiedeln] ablehnten. Uns ist bekannt, dieses Gerücht beeinflußte fast alle die Option anzunehmen. Die Drohung mit einer Zwangsumsiedlung in den Süden brachte mehr Erfolg als die Nazi Propaganda“.

: Und über die Italiener: „Am 21. März, 1940, Mussolini, persönlich, empfang eine Delegation von ‚Bleibern’. Dieser versicherte den Südtirolern, niemand hatte je eine Absicht sie in ein anderes Teil seines Reiches umzupflanzen“.

: Also die „Abessinien Drohung“, erfunden in Berlin und angebracht von der Gottscheer Leitung, überzeugte auch deren Landsleute umzusiedeln. In Gottschee, die Italiener waren sogar gegen die Aussiedlung. Das sieht man aus dem Bericht von Dr. Heinrich Wollert, damals Deutscher Umsiedlungsbevollmächtigter für die Provinz Laibach: (Der Original Bericht vom 27. März 1958 ist in “Dokumentation der Vertreibung”, Band 5, veröffentlicht.)

: „Die italienische Seite ging nach meiner Erinnerung zunähst sehr zögernd auf die Umsiedlungsabsichten ein. Offenbar, weil sie erkannt hatte, daß dieses Gebiet stark von Volksdeutschen besiedelt war, und die italienische Seite fürchten mußte daß durch die Umsiedlung ein Vakuum entstehen könnte“.
:
: Darüber berichtet auch Frensing an Seite 43.

: „Offensichtlich bemühten sich italienische Stellen im Frühsommer 1941, die Gottscheer von der Umsiedlung abzuhalten. Zur Beeinflussung der Volksdeutschen sollte sogar eine deutsch-italienische Zeitung gegründet werden“.

: [SS-Obersturmbannführer] Dr. Stier wies sein Auswärtiges Amt darauf hin, daß diese Haltung der Italiener durchaus als "unfreundlicher Akt" zu betrachten und als solcher der italienischen Regierung darzulegen sei. In der Folgezeit hörten dann doch die Einmischungen der Italiener in die Vorbereitungsarbeiten der Volksgruppenführung auf.“
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: “Die Spannungen zwischen den Italienern und dem Auswärtigen Amt in den Vorbereitungen zur Gottscheer Umsiedlung in Rom dauerten bis zur Unterzeichnung des Umsiedlungsvertrags in August 1941."
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: „Ursprünglich war geplant, einen Bevölkerungsaustausch zwischen Gottscheern und Slowenen vorzunehmen. Erst am 18. Juni 41 gab das Stabshauptamt dem Auswärtigen Amt die Direktive, den Entwurf im Sinne einer einseitigen Umsiedlung der Gottscheer auszuarbeiten.“
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: Hitler hatte nie einen Bevölkerungsaustausch im Sinn. Er machte seine Absicht schon in 1940 bekannt. An dem schreibt Frensing an Seite 28:

: “Aus den an das Reich angeschlossenen Gebieten war die als nicht deutsch eingestufte Bevölkerung auszusiedeln und als "fremdvölkisch" entweder zur Arbeit ins "Altreich" zu verbringen oder ins "Generalgouvernement" abzuschieben. Volksdeutsche, deren kulturelle Autonomie nicht gesichert werden konnte, waren aus ihrer Heimat in die eingegliederten Ostgaue umzusiedeln”.

: Zur Umsiedlung der Gottscheer wurde die Gottscheer Leitung beauftragt. In deren Überzeugung der Landsleute benutzte diese Leitung: Betrug, Lügen, Verheimlichung und Zwangsgewalt.

: Und heute verheimlicht der Vorsitzende diesen den Betrug der Gottscheer Bevölkerung. Ist die Behauptung: „Keiner kannte die Wahrheit“ und „Kein einziger Gottscheer hat sich während der ganzen schrecklichen Jahre irgendeines Vergehens schuldig gemacht“, nicht wieder Betrug ?? Erstaunend ist, dieser kommt als Verfälschung, Verheimlichung und Verzerrung in „Unsere Meinung“ unter der Leitung eines Rechtsanwalts dem bekannt sein muß, bestätigte Tataschen kann man nicht mit verfälschten Behauptungen überwinden.
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: Die Ursache an dem ist nicht schwer zu finden. Die meisten dieser unreuigen Fanatiker (Lampeter, Lackner, Erker, Kren, usw.) wurden längs schon als “Ehrenmitglieder” und „Kulturreferenten“ in die Gottscheer Arbeitsgemeinschaft unter dem Vorsitzenden, eingereiht. Deren Betrug muß daher Verheimlicht bleiben.

: Obwohl dieser schon längst allgemein als Tatsache bekannt ist !!
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: John Tschinkel, März, 2011
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Gospod Tchinkel,
pravkar sem prebral vaso knjigo!
Cestitam! Velik dokument casa in kraja, kjer sem blizu tudi jaz doma in se veliko dogodkov zivo spominjam. Manjka se zgodba drugega dela vsega zivljenja!
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Re: Gottscheer History - John Tschinkel

Beitragvon Forum 2002 - 2013 » So 27. Apr 2014, 11:44

Abgeschickt von John Tschinkel am 15 Maerz, 2011 um 17:38:34:


Gottscheer History – Falsified, Concealed, Distorted.
John Tschinkel

Again, the Gottscheer Zeitung reminds its readers to “to make sure that our history is not falsified”. This “Assignment” comes from the „Redaktionsausschuss“ (Editorial Board) of the Zeitung in its January 2011 issue under the Title „Unsere Meinung“ (Our Opinion). The head of this Board is Dr. Viktor Michitsch, also Chairman of the Arbeitsgemeinschaft Gottscheer Landsmannschaften (Association of Gottscheer Organizations) in Klagenfurt.

Unfortunately, the Chairman does not follow his own advice. It is therefore appropriate to correct his assertions since they do not agree with the facts.

1. It is claimed: “The [Gottscheer] resettlement was, figuratively speaking, a grave into which they were forced to jump”.

This assertion is false and misleading hindsight that also contradicts the later statement: “… the population was told they were going ‘Home to the Reich’ ”. That this was to be a “grave” (a part of occupied Slovenia) was known only by the Gottscheer leadership under Wilhelm Lampeter.

2. It is claimed: “Our people were, in the truest sense of the word, lied to by the governments of the time. No one knew the truth”.

The statement: “No one knew the truth” is also false. On April 26, 1941 Hitler personally informed the Gottscheer Leadership (Lampeter, Schober, Sturm), that the place was to be another part of Slovenia. The lies to the people came from Gottscheer leadership and not from „the governments of the time”.

In a lecture: “Der Heimat Dienen” [to serve the homeland] in the summer of 1989, Dr Michitsch, however, said it accurately:

“ The way the Gottscheer were brought to the Resettlement was wrong”.
“ They kept the settlement place secret until the end”.
“ They also described the place as a region in which milk and honey flow”
“ They have also, in our own Ethnic Group, introduced a manner of self-selection”.
“ And these recommendations came from our own Ethnic Group! When this is read today, cold runs down one’s back….” (See GZ, 11/89)

Details related to this are in „The Resettlement of the Gottschee Germans“, a book by Dr. HH Frensing who writes:

“On 14 May1941, three members of the Gottscheer Leadership (Lampeter, Schober, Sturm) arrived in Berlin. With the responsible adviser, SS-Obersturmführer Dr. Stier, they discussed the modalities of the Resettlement, above all, the Preparatory Work, which was to be carried out by the Gottscheer Leadership.” [Frensing, pg. 35,36].

Frensing quotes Dr. Stier:

“Weighing on the mood of the meeting was the insistence of Lampeter to keep the new Settlement Region a secret. Lampeter explained that the new Settlement Region can not be made public since the majority of the Gottscheer know this region and are aware that the properties and houses are in very poor condition”.

“Responding to my position that disappointment would be worse than honest explanation, he [Lampeter] stated that there is time for an explanation after the option is closed. Also Lampeter was not willing to announce to the Gottscheer even the fact that the quarters are temporary and a re-planning and redevelopment is envisioned, since he feared unrest through such announcement.” [Frensing, pg. 94]

To this, Frensing adds his own observation:

“At first, the population shall exercise the Option, only then - when there is no way back - shall the population be told the Settlement Region.” [Frensing, pg. 62]

3. Also false is the claim: “The Italian occupation troops threatened to transfer those who insisted on remaining to Sicily or Abyssinia”.

Fact is: These threats came not from the Italians as is claimed in “Our Opinion”. No Italian knew the Gottschee dialect and few knew German. The threats came directly from the Gottscheer leadership [Lampeter, Lackner, Schober, Sturm, Erker, etc.] and the Gottscheer Zeitung.

On this also reports Chairman Michitsch in a letter (15, June 1965) to Dr. Frensing:

“My father, Georg Michitsch, Göttenitz, started, at the end of September - beginning of October 1941, a counter campaign…. The petition requested that the Resettlement not be undertaken during the war. This released a mighty hatred campaign against the men of the counter current. The fact is, the people were so intimidated that the action had no result… The people were threatened that they would be forcibly moved to Abyssinia by the Italians, should they resist the Resettlement….” [F.Pg.84]

Examples of this intimidation are:

“These troublemakers should take note: The future shall soon teach them that they are Volksschädlinge [parasites] and that this future has no place for such parasites other than the Concentration Camp.” (The Gottscheer Zeitung, 1, May 1941)

“Catholicism is treated in the inner Leadership circle as a universalistic vision of the world which must be eradicated.” This was Lampeters personal warning to the Gottscheer clerics; the dominant resistance against the resettlement. (Frensing, pg. 86).

Similar other such threats can be found in other issues of the 1941 GZ.

Of other such threats reports also K.R., a farmer from Slovenska Vas, (Windischdorf), in his memoir of March 1958, published in “Dokumentation der Vertreibung”, Band 5.:

“… There began an intense propaganda campaign for the resettlement which was introduced with the slogan: Heim ins Reich, [Home to the Reich]”.

“This propaganda came to us from our own circles, from individuals who functioned as the so called Führer of the Gottscheer. These leaders organized meetings in all parts of Gottschee and made the resettlement palatable to the assembled villagers. At one such meeting, our leaders promised that we will receive nice and modern outfitted farms in our new homeland in the German Reich”. Not a “grave” as claimed in “Unsere Meinung”.

“The destination in the Reich was, however, withheld from us. Because of the rosy promises by our leaders, the majority of the population [initially] was enthusiastic about the resettlement. However, in a short while, this enthusiasm sank so low that a large part of the population was against the resettlement. All believed it would be better if the re-settlement were postponed until after the conclusion of the war.”

“One day came the news which brought about the defeat of the resisters. This announcement stated ‘whoever does not want to resettle to Germany, must expect to that he will be resettled to Sicily (Abyssinia) by the Italian Government’. Most believed it”.

“With this, the opponents to the resettlement concluded that it would be better to live in Germany than in Italy. I therefore, also decided to join, however, for me this remained a questionable and risky proposition. I, like the others who optioned to leave, still did not know where our new homeland was to be”.

“After the leadership was certain that the propaganda had been successful, the sign-up of the willing was started. We believed the slogan of our leaders ‘Heim ins Reich’ and trusted their promise that our new homeland will be in the German Reich”.

Fact is: The “Abyssinia” threat was an invention of Berlin. It was applied in Gottschee as it was in South Tyrol. Rolf Steininger reports on this in his book: “South Tyrol; A Minority Conflict of the 20th Century”.

He writes: “This legend was a masterpiece carried out by Berlin. The German General Consul [in Bolzano] Otto Bene was the first to speak of a possible deportation to the south of all those South Tyroleans who did not opt to resettle to Germany. The threat of forced resettlement to the south and the assurance of a unified contiguous area of settlement were the chief weapons in the VKR propaganda to turn the ‘stayers’ into ‘goers”.

And on the reaction of the Italians: “On March 21, 1940, Mussolini himself received a delegation of those who decided to stay and assured them that they would be allowed to remain in their homeland and that no one had ever considered transplanting them to other parts of his empire”.

The „Abyssinia threat”, invented for use in South Tyrol, was also used by the Gottscheer Leadership to persuade the Gottscheer population to resettle. In the Gottschee case, however, the Italians were against the resettlement. This can be seen from a report of Dr. Heinrich Wollert, the German resettlement official for the Ljubljana province. (The Original, dated 27 March 1958, is published in “Dokumentation der Vertreibung”, Band 5.)

“The Italian side, as I remember, was reluctant to agree to the re-settlement plan. Obviously reluctant because the Italians realized that this region was densely populated with ethnic Germans and they, therefore, were afraid that a resettlement would produce a vacuum”.

Frensing reports on this on page 43:

“It was apparent that Italian authorities tried, in the spring of 1941, to persuade the Gottscheer not to resettle. To influence these ethnic Germans, a German-Italian newspaper was to be founded.”

“later on, the Italian side persisted in their request for a population exchange between the Gottscheer and the affected Slovene. This caused some difficulties between the Italians and the Germans. Finally, on June 18, 1941 the RKFDV ordered the German negotiators to work up a plan for a one-sided resettlement of the Gottscheer.”

And to stop the activities of the Italians, “Dr. Stier informed his foreign office that this position of the Italians was viewed as an unfriendly act and should as such be presented to the Italian government. Thereafter, the interference of the Italians in the preparation effort of the VGL ceased.”

The differences between the Italian and German sides continued throughout the Gottschee resettlement negotiations which began in Rome in the beginning of July 1941 and ended with the signing of the contract on August 31, 1941.

Hitler had never intended a population exchange. This is clear from the “Ingathering Directive of the Führer” of October 7, 1939, as formulated by Himmler:

“From the areas annexed to the Reich, the non German population was to be moved out and as ‘foreigners either brought to the Altreich for work or pushed into the ‘Generalgouvernement’. [A holding area for ‘undesirables’ in occupied Poland.]. Ethnic Germans are to be resettled into the annexed provinces of the Reich.” [Frensing, pg. 28]

The responsibility for the resettling of the Gottscheer was requested by and given to the Gottscheer leadership. And in persuading the population to agree, this leadership used betrayal, lies, concealment and coercion.

And today, the Chairman conceals this betrayal of the Gottscheer population! Is the assertion: “No one knew the truth” and: “Not a single Gottscheer has, during those terrible years, made himself guilty of a transgression”, not again a betrayal?

Surprising is that this misdeed comes as falsification, concealment and distortion in “Our Opinion” under the leadership of an attorney who must know that proven facts cannot be overcome with falsified assertions.

The cause for this is not hard to find. The majority of these unrepentant fanatics (Lampeter, Lackner, Erker, Kren, etc.) had long ago been taken into the leadership circles of the Gottscheer Arbeitsgemeinschaft under Dr. Viktor Michitsch as „Honored Members“ and „Cultural Advisers”. Their deeds in the betrayal of their people must, therefore, remain concealed! Even though their betrayal is now generally accepted as a fact!

John Tschinkel, March, 2011
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